Nelas ❤️-Anliegen: der Kindergarten für Straßenkinder

Wer Nela kennt, der weiß, wie sehr ihr Kinder am Herzen liegen. Kein Wunder also, dass sie sich ziemlich schnell in die Arbeit im Kindergarten eingefunden hat und hier nun die meisten Vormittage zusammen mit den Kindern verbringt. Neben den alltäglichen Routinen in der Gruppe beim Spielen, Basteln und Lernen, ging es für sie als Leitung auch um die Entwicklung eines neuen Kindergartenkonzeptes, Schulung der Mitarbeiter und dem Ausbau der Räumlichkeiten.

Letztgenanntes ist nun fertig gestellt und kann voller stolz präsentiert werden 😊.



Aber warum ist es uns so wichtig, in den Nehemia-Kindergarten zu investieren? In Madagaskar ist es leider so, dass die meisten Kinder in ihrem Elternhaus kaum oder keine Spielsachen haben. Einen öffentlichen Kindergarten gibt es nicht, und die privaten Einrichtungen sind für die meisten Kinder viel zu teuer. Da in vielen Familien beide Elternteile gleichzeitig arbeiten gehen müssen, um für den Lebensunterhalt zu sorgen, und in einigen Familien nur noch ein Elternteil da ist, um arbeiten zu gehen und gleichzeitig die Kinder zu betreuen, ist die Not der kleinen Kinder groß. Sie sind sich viele Stunden am Tag selbst überlassen, spielen im Dreck, hängen mit hungrigem Bauch auf der Straße herum und langweilen sich. Doch gerade die Phase des Kleinkindalters ist für die spätere Prägung enorm wichtig. Es gilt, möglichst viele Eindrücke von der Umwelt zu sammeln, Erfahrungen mit sich selbst zu machen, die Sinne des Körpers zu schulen und vieles mehr. Dabei sind möglichst viele verschiede Reize von außen für das Kleinkind wichtig. Die Erfahrungen können im späteren Kindesalter nicht nachgeholt werden. Doch wenn die Kinder tagsüber nur gelangweilt auf der Straße sitzen, verspielen sie bereits im jungen Alter eine große Chance auf Entwicklung und Bildung.

Im Nehemia Kindergarten konnten wir seither 15 Kinder jährlich aufnehmen und ihnen eine qualitativ gute Betreuung bieten, und zudem eine ausgewogene Ernährung.


Da die Not aber viel größer ist, bat Nela um Hilfe und um Spenden, um die Räumlichkeiten des Kindergartens zu vergrößern. Mit der Vergrößerung können nun weitere zehn Kinder pro Jahr aufgenommen werden, also insgesamt 25.

Wir sind somit dankbar, ausreichend Spenden erhalten zu haben, um den Umbau umzusetzen: der Raum wurde ausgeräumt und gründlich gesäubert, die Wände wurden gestrichen, ein neuer, einfach zu reinigender Fliesenboden wurde fachmännisch verlegt und kindergerechte Möbel wurden maßgefertigt und eingebaut.



Nicht zuletzt konnte Nela noch einige Spielsachen anschaffen, so dass beispielsweise in der Kinderküche oder in der Bauecke rege gespielt werden kann.



Ein weiterer, wichtiger Punkt neben den Räumlichkeiten ist die Sicherstellung eines guten Betreuungsschlüssels. Seither waren es zwei madagassische Vollzeitmitarbeiterinnen, die sich um die Kinder gekümmert haben. Wenn dann aber mal einer der Erzieher krank ist oder an einer Fortbildung teilnimmt, wird es personell sehr eng mit 25 Kindern. Da man in Madagaskar mit ca. 130€ eine Vollzeitkraft sozialversicherungspflichtig anstellen kann, möchten wir das Team um eine weitere Person aufstocken. Wir haben bereits eine junge Frau gefunden, die derzeit ihre ersten Tage auf Probe im Kindergarten arbeitet und eventuell Teil des Teams werden wird.

Wenn du Teil unseres Kindergartenprojektes werden möchtest, kannst du als Pate bzw. Patin unseres Kindergartens mit einer monatlichen Spende den Betrieb des Kindergartens ermöglichen. Unter dem Verwendungszweck „13427 Kinder- und Jugendförderung“ kommen die Spenden unserer Kinderarbeit zu Gute. Die genaue Bankverbindung findest du hier.

Nela ist, wie man auf den Bildern sehen kann, jedenfalls überglücklich über den Kindergartenausbau und die neuen Kindern, die seit September das Nehemia Gelände unsicher machen. Und die neuen Kinder selbst haben sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit an den routinierten Kindergartenalltag gewöhnt und lernen nun fleißig hinzu.




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