Wir haben eine neue Militärregierung - Update zum politischen Umsturz
- Stefan
- 15. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Im letzten Blogbeitrag haben wir über die plötzlich ausartenden Proteste berichtet. Was für ein Nervenkitzel! Die von der Gen Z veranstaltenden Kundgebungen sollten nicht aufhören, bis der Präsident sein Amt niederlegt. Damals, vor nur etwa sechs Wochen, schien es undenkbar das Ziel zu erreichen!
In der jüngeren Vergangenheit Madagaskars gab es bereits 2002 und 2009 politische Machtstreitigkeiten, geprägt von monatelangen Auseinandersetzungen, Plünderungen und Ausgangssperren. Doch diesmal lief es anders: Nach nur drei Wochen anhaltender Demonstrationen hat sich ein wichtiger Teil des Militärs auf die Seite der Demonstranten gestellt. Das zeigt die kollektive Unzufriedenheit des Volkes mit der Regierung. Der Präsident, und auch andere wichtige Strippenzieher im Hintergrund der Regierung, sahen sich schutzlos der wachsenden Volkswut ausgeliefert. Sie ergriffen in einer Nacht- und Nebelaktion die Flucht, bevor sie Schlimmeres zu befürchten hätten.
Weitere Fernsehansprachen des Präsidenten, der sich vermutlich in Dubai aufhält, blieben ohne Wirkung. In seiner Abwesenheit wurde er vom obersten Verfassungsgericht Madagaskars seines Amtes enthoben. Eine Übergangsregierung des Militärs wurde eingesetzt. Die UN und die Afrikanische Union erkennen diese allerdings nicht an. Ich frage mich jedoch, wie man sonst eine solche katastrophale Regierung zum Gehen bewegen kann, wenn nicht durch solch einen vergleichsweise friedlichen Umsturz?
Ziel der neuen Regierung ist es, innerhalb von zwei Jahren demokratische Neuwahlen zu organisieren. Berichten zufolge sind die 26 neuen Minister (zum Vergleich: In Deutschland gibt es 17 Minister) unter Androhung personeller Konsequenzen dafür verantwortlich, innerhalb von 60 Tagen Ergebnisse zu liefern.

Klar ist: Die Regierung hat sich verändert, doch die Lebensumstände im Land sind nach wie vor die gleichen. Ein wirklicher Wandel kann nur aus dem Volk herauskommen. Und jemand, der Veränderung im Herzen der Menschen bewirken kann, ist Jesus. Wenn wir mehr "Jesus-Kultur" in den Einzelnen hervorrufen können, was eines der Hauptziele unserer Arbeit ist, dann wird sich auch das Land von innen heraus verändern.
"Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist." (Römer 12,2)




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